Dienstag, 27. Dezember 2011

Social Network - Chris M. Wagner

Social Network - Die Bibliothek Des Schicksals
258 Seiten
ACABUS-Verlag
ISBN: 978-3-86282-015-3
13,90 Euro

INHALT:
Nach dem Rosemarie von Wards tot in Ihrem Krankenzimmer aufgefunden wird, fragt man sich wer den lebensnotwendigen Infusionsschlauch gelöst hat.
Für den Verlobten Daniel Lang beginnt nach dieser Tragödie ein neues Leben. Er zieht nach München und beginnt dort bei der FaTec zu arbeiten
Als er dann allerdings in einen Unfall verwickelt und fortan nur noch vom Priester mit dem schwarzen Kollarkragen spricht, kann ihm nur noch seine scheinbar geistig verwirrte Nachbarin Grace helfen. 
Ohne es zu ahnen, befindet er sich aber längst in den Krallen des Bösen.

MEINUNG:
Eine Rezension über dieses Buch zu schreiben ist wirklich sehr schwer, da es so komplex und Detailgetreu geschrieben wurde dass man Angst hat mit jedem Wort zu viel zu verraten. 
Dieses Buch beginnt mit der Geschichte von Daniel Lang und einer Taxifahrt. Auf dieser Fahrt passiert ein Unfall und in dessen weiteren Verlauf wird der Taxifahrer auch erschossen. 
Daniel Lang kann flüchten, ohne jedoch auf den Mann zu achten der im Hintergrund steht. Der Priester mit dem schwarzen Kollarkragen.
Diese gruselige Figur taucht immer wieder im Buch auch und immer im Zusammenhang mit wichtigen Knotenpunkten in diesem Buch. 
Zu Anfang wird das Buch aus mehreren Erzählweisen erzählt, was es dem Lesern  nicht leicht macht die Zusammenhänge zu verstehen. 
Auch ich habe lange versucht die einzelnen Handlungsstränge vorab zusammenfügen zu wollen, was mir jedoch nicht gelang. Man muss sich bei diesem Buch Zeit lassen und sich komplett darauf einlassen ohne vorab miträtseln zu wollen.  Das verwirrt mehr als das es einen weiter bringt. 
Als dann allerdings alle Stränge zusammen kommen, erschreckt man sich im ersten Moment über diese Intensität der Geschichte. Denn dann begreift man das ganze Geflecht der Geschichte.
Die Story selber ist atemberaubend, spannend und einmalig.
Und man sollte jetzt nicht denken, das dieses Buch etwas mit den klassischen Social Networks zu tun hat. 
Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man fasst schnell Vertrauen und Zuneigung für den ein oder anderen. 
Besonders hervor zu heben sind natürlich die Hauptprotagonisten Daniel und Grace. 
Daniel der nichts mehr vom Leben wollte, als mit seiner Rosemarie alt zu werden. Diese wurde ihm aber nicht gewährt und man fühlt seine Wut und Trauer hautnah. 
Grace hingegen ist eine besondere Persönlichkeit, die selber Stimmen hört und nicht ganz richtig im Kopf ist. Trotz alledem ist sie für Daniel eine unersetzliche Hilfe bei dem Kampf gegen das Böse. 
Das Cover des Buches ist für mich wirklich mehr als passend. Braun und auf alt getrimmt, dazu dieser nicht endenwollende Knoten in dem sich das Auge ausbreitet. Eine Augenweide, die für sich selber spricht und passend mystisch daher kommt. 

FAZIT: 
Ein Mysterythriller der besonderen Art, der so denke ich einzigartig bisher in Deutschland ist. Fesselnd, verwirrend, mystisch und unglaublich. Ich denke diese 4 Worte beschreiben dieses Buch perfekt. 
Für Freunde des Besonderen. 

4 von 5 Sternen

Homepage vom Autor:

Das Mondgeheimnis - Stefan M. Fischer

Das Mondgeheimnis
176 Seiten
Staubkorn-Verlag
ISBN: 978-3-943516-00-5
11,99 Euro


INHALT:
Die junge Medizin-Studentin Alena hat ein dunkles Geheimnis, welches sie davon abhält, ihr Leben wirklich so zu leben, wie sie es sich erträumt hat. Sie spinnt ein großes Lügengeflecht und nur ihre beste Freundin Magdalena und ihre Oma wissen die Wahrheit. Als dann Ondrej in ihr Leben tritt, spürt Alena plötzlich, dass sie mehr vom Leben will. Dafür muss sie aber ehrlich zu Ondrej sein. Aber wird sie ihm das Vertrauen schenken können, und was hat Vlado und das Mondgeheimnis damit zu tun?

MEINUNG:
Dieses Buch des jungen Autors Stefan M. Fischer ist wirklich etwas ganz besonderes. Ich könnte es in kein Genre stecken.
Das Buch beginnt mit einer tragischen Geschichte, in der Alena etwa 11 Jahre ist. Diese ist sehr gut beschrieben und man bekommt ein Gefühl wie sich die junge Alena fühlen muss. 
Ein Zeitsprung von 10 Jahren bringt uns dann in das Hier und Jetzt von Alena, die sich mit ihrer besten Freundin Magdalena eine Wohnung teilt. Diese ist neben der so genannten "Babischka" (Oma) die einzige Vertraute, die Alena zu diesem Zeitpunkt noch hat. 
Die Beziehung die Alena zu Vlado pflegt fand ich persönlich etwas seltsam, da mir Vlado von allen Charaktere der unsympathischste war - und das fast das ganze Buch durch.
Das ganze Buch ist bis hierher sehr bedrückend und traurig. Alena scheint ein Schatten ihrer selbst zu sein und das Leben nicht genießen zu können und sich mit Hilfe eines Lügengeflechts über Wasser zu halten. 
Dies ändert sich, als sie den Künstler Ondrej kennen lernt. Dieser beflügelt sie durch seine Lockerheit und Lebensfreude und gibt ihr wieder etwas Lebensmut. Sie beginnt, wieder zu leben und von ihren Leben etwas zu wollen.
Um ihm allerdings ihr größtes Geheimnis zu erzählen, dafür reicht es doch zu Anfang nicht. 
Die Charaktere von Magdalena fand ich das ganze Buch hindurch sehr bezaubernd. Sie scheint wirklich diese eine perfekte Freundin für Alena zu sein, die sicher jeder wünscht. Sehr schade fand ich aber, dass der Charakter der "Babischka" nicht genauer beschrieben wurde. Auch sie scheint mir eine dieser typischen lieben Omas zu sein. 
Das Buchcover selber passt zum Titel und zum Thema. Immerhin muss der Leser in diesem Buch ja das Mondgeheimnis lösen. Daher passt der Mond auf dem Cover sehr gut. 
Im ersten Moment erscheint das Buch relativ dünn, es ist jedoch prall gefüllt mit soviel Gefühl, Bedrücktheit und Liebe, dass man sich zum Lesen etwas Zeit lassen sollte. Das Buch ist keine leichte Kost.

FAZIT:
Diese Mischung aus Krimi, Liebesroman und Drama fesselte mich von der ersten Seite an. Auch wenn das Thema sehr schwer ist und man es verdauen muss, ist es ein wirklicher Geheimtipp. 


5 von 5 Sternen
Homepage von Stefan M. Fischer